‚Atmen' an sich muss nicht erlernt werden. Jeder Mensch kann es von Geburt an. Je älter wir werden, umso schlechter wird die Atmung. Veränderungen des Brustkorbs durch Fehlhaltungen der Wirbelsäule, Übergewicht oder Verkrampfungen aus seelischen Gründen können das richtige Ein- und Ausströmen der Atemluft behindern.
Zu den Fehlatmungen gehört die Brustatmung. In Extremsituationen kann sie sinnvoll sein, denn dann liefert sie dem Körper viel Sauerstoff und letztlich Energie, man nennt sie deshalb auch "Fluchtatmung". Dabei sorgen Zwischenrippenmuskeln dafür, dass das Volumen des Brustkorbs beim Einatmen zunimmt und beim Ausatmen abnimmt. Auf lange Sicht kann Brustatmung zu Beklemmungsgefühlen und Kurzatmigkeit führen.
Zur Brustatmung gehört auch die Schulteratmung. Dabei bewegen sich die Schultern während des Einatmens in Richtung Ohren. Weil dabei die Muskeln des Schlüsselbeins benutzt werden, ist auch diese Atmung sehr unwirtschaftlich.
Richtig und gesund ist die Bauch- bzw. Zwerchfellatmung. Diese tiefe Atmung ist besonders effektiv, weil der Körper dabei viel Luft in die Lungen zieht und der Körper viel Sauerstoff aufnehmen kann. Durch die Bewegung des Zwerchfells nach unten müssen die Organe des Bauchraumes nach vorne ausweichen. Die Bauchdecke hebt sich.
